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Ein entscheidender Zufall

 

Was ist ein Leben wert und wann kommt der Moment in der wir die Einzigartigkeit zu schätzen anfängen?

Der Moment, in dem wir beginnen, es wirklich zu erkennen, entsteht häufig durch eine Unterbrechung dieser Selbstverständlichkeit. Das kann ein Verlust sein, eine gesundheitliche Krise, ein unerwartetes Ereignis oder einfach eine Beobachtung, die uns zeigt, dass Situationen und Menschen nicht beliebig reproduzierbar sind.

In solchen Situationen wird klar, dass der Wert eines Lebens nicht aus äußeren Faktoren entsteht, sondern aus der Tatsache, dass jede Person eine unverwechselbare Kombination aus Erfahrungen, Fähigkeiten und Perspektiven besitzt. Diese Kombination ist nicht ersetzbar.

Der Wert eines Lebens zeigt sich also vor allem dann, wenn wir verstehen, dass es nicht beliebig wiederholbar ist. Und dieser Moment tritt meist erst ein, wenn etwas passiert, das uns aus der Routine herauslöst und uns zwingt, genauer hinzusehen.

Als vor 84 Jahren mein Großvater sich am Handgelenk verletzte, dachte er wohl nicht, dass dieses kleine Missgeschick sein Leben retten würde. Die Verletzung hinderte ihn daran, seine Handgranate weit genug zu werfen, und die Explosion riss ihm den Fuß ab.  
Für ihn war das ein traumatisches Erlebnis, für mich ist es heute ein Teil meiner Familiengeschichte, der mich immer wieder innehalten lässt.

Ich kenne diese Erzählung nicht aus dramatischen Schilderungen, sondern aus seiner ruhigen, fast sachlichen Art, darüber zu sprechen. Er hat nie versucht, daraus eine Heldengeschichte zu machen. Es war für ihn einfach ein Fakt: Ohne diesen Unfall wäre er nicht zurückgekehrt.

Wenn ich heute darüber nachdenke, wird mir bewusst, wie viel in meinem eigenen Leben indirekt auf diesen Moment zurückgeht. Meine Existenz, meine Familie, all die Wege, die daraus entstanden sind – sie hängen an einer einzigen, unscheinbaren Verletzung, die damals nur wie eine lästige Unterbrechung wirkte.

Diese Geschichte erinnert mich daran, wie wenig wir kontrollieren können und wie oft Bedeutung erst im Rückblick entsteht. Und sie macht mir klar, dass mein Leben – so selbstverständlich es sich manchmal anfühlt – an einer Kette von Zufällen hängt, die genauso gut anders hätte verlaufen können.

Vielleicht liegt genau darin der Wert eines Lebens: nicht in dem, was sichtbar ist, sondern in den stillen Spuren, die bleiben. Und in den Zufällen, die entscheiden, dass es überhaupt weitergeht.

Hinter brüchigen Wänden 

 

Die verlassenen Häuser standen da, als hätten sie längst aufgehört, jemandem etwas beweisen zu wollen. Manche Fenster waren eingeschlagen, andere nur blind geworden, als hätten sie das Sehen verlernt. Wenn man nah genug heranging, roch es nach feuchter Erde, nach altem Holz, nach etwas, das einmal Leben war und jetzt nur noch wartete. Worauf – das wusste niemand. Vielleicht wussten es die Häuser selbst nicht mehr.

Ich blieb oft stehen, länger als nötig. Vielleicht, weil mich diese Orte an Gesichter erinnerten, die ich nicht mehr treffe. Alte Gesichter, die früher vertraut waren und jetzt nur noch in kurzen Erinnerungsblitzen auftauchen. Manchmal sehe ich sie in den Rissen der Mauern, in den Schatten der Türrahmen. Nicht klar, eher wie ein Echo, das sich weigert, ganz zu verschwinden.

Alles verändert sich. Not loud, not dramatic. Eher wie ein Möbelstück, das man verrückt und erst Wochen später merkt, dass es nie wieder am alten Platz stehen wird. Die Häuser verändern sich. Die Menschen. Ich auch. Und trotzdem gibt es Momente, in denen ich glaube, dass etwas bleibt – ein Rest, ein Abdruck, ein kaum sichtbarer Faden, der sich durchzieht.

Vielleicht würde sich beim ersten Schritt über die Schwelle etwas verändern. Kein großes Zeichen, eher ein kaum wahrnehmbares Zucken in der Luft. Als müsste das Haus selbst entscheiden, ob es dich wirklich hineinlassen will. Ob es dir noch etwas anvertrauen kann. Oder ob es längst verlernt hat, jemandem zu glauben.

Vielleicht würde man feststellen, dass nichts zurückkommt. Dass alles, was man sucht, längst weitergezogen ist. Und dass man selbst der Einzige ist, der noch an Rückkehr glaubt. Aus Gewohnheit vielleicht. Oder aus Angst vor dem, was bleibt, wenn man aufhört, zu hoffen.

Und vielleicht … ist genau dieser Moment der Punkt, an dem etwas kippt.
Oder beginnt. Oder einfach nur sichtbar wird.

Was es bedeutet, bleibt offen. Die Antwort liegt nicht im Text. Sondern bei denen, die ihn lesen.

 

Diese Tage..

Es gibt Tage, an denen uns mehr Herzlichkeit, Verständnis und Liebe begegnen als sonst. Geburtstage gehören für mich dazu. Natürlich sind auch Feiertage wichtig, aber der Tag, an dem ein Mensch auf die Welt kommt, trägt eine besondere Bedeutung.

Heute werde ich 39. Als junger Mensch malt man sich aus, wie das Erwachsensein wohl aussehen wird — bunt, lebendig, voller Möglichkeiten. Viele dieser Wünsche haben sich erfüllt. Andere wurden von Herausforderungen begleitet, die dem Leben erst Tiefe geben. Und genau das spüre ich heute: Es zählt nicht das, was irgendwann kommt, sondern das, was jetzt da ist.

Ein Glas warmer Tee. Eine Decke. Ein Musikstück. Ein Moment, der — wenn man ihn bewusst und langsam lebt — den Stress des Alltags einfach wegschmelzen lässt. Für mich ist dieses Verlangsamen zu einer Art Ritual geworden. Kombiniert mit Krafttraining fühlt es sich fast wie Meditation an.

Die Vergangenheit erscheint mir wie eine verblasste Momentaufnahme. Sie ist voller Emotionen, aber nicht mehr so klar wie das, was heute vor mir liegt. Ein alter Freund, ein sehr rationaler Mensch, hat uns einmal lautstark erklärt, wie sinnlos es sei, in Nostalgie zu versinken. Seine sonst humorvolle Art verwandelte sich in eine fast wütende Stand‑alone‑Performance. Jeder hat eben seine Sicht — solange niemand zu Schaden kommt, ist das völlig in Ordnung.

Und so bleibt das Hier und Jetzt. Die Momente, die wir bewusst gestalten können. Die Zeit, die wir haben, sinnvoll zu nutzen. Ich bin ein großer Fan von Jordan Petersons Arbeit, auch wenn ich nicht alles davon übernehme. Einer seiner Gedanken begleitet mich besonders: die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und die bestmögliche Version seiner selbst zu werden.

Dieser Gedanke berührt viele — mich eingeschlossen. Denn am Ende geht es darum, mehr aus den lustigen, traurigen, humorvollen und romantischen Augenblicken zu machen, die unser Leben ausmachen.

Wo die Speere liegen

Play → reinhören.

Es gibt nur noch wenige und dennoch gibt es sie, die geduldigen Wenigen, die sich höflicher als das Meiste benehmen. Wo sind die Gentlemen im 21. Jahrhundert?  Wie ich schreibe, fällt mir die Geschichte von David Attenborough ein, der am Anfang seiner Karriere beinahe von einem wilden Stamm in Papua-Neuguinea ermordet wurde.  Der ganze Stamm rannte zu ihm, mit Speeren bewaffnet, und doch, anstelle Angst zu zeigen, schüttelte er die Hand des Stammesführers. Das führte zu so einer großen Überraschung, dass man ihn danach freundlich aufnahm.    

Das Ganze wurde sogar aufgenommen und ist in Schwarz-Weiß auf YouTube zu sehen. Ohne sein ruhiges, höfliches Verhalten und den bekannten englischen Cold Blood hätte er sicherlich sein Ende gefunden. Eine gute Erziehung und Benehmen sollten idealerweise vom Elternhaus kommen.

Natürlich gibt es immer wieder Ausreißer, die sich alleine durch Bücher und Videos als Selfmade-Gentlemen etablieren. Aber wie auch immer man sich das Wissen erarbeitet, was zählt, ist die Ausführung. Die fällt aber tatsächlich lockerer und entspannender aus. Ein höflicher Mensch eilt nicht, unterbricht selten, muss sich nicht in den Mittelpunkt stellen, hilft, wo er kann, verteidigt die Schwächeren und weiß, wann was zu tun und was zu lassen ist. 

Hört sich alles gut an, stimmt's? Wieso kommt es doch so selten vor? Vielleicht, weil die Belohnung der Höflichkeit keine sofortige Anerkennung, sondern ein tiefes Gefühl der Ruhe und des Respekts ist – etwas, das in einer auf schnelle Likes und laute Zurschaustellung ausgerichteten Kultur oft übersehen wird. Doch so wie David Attenboroughs ruhiger Handschlag im Angesicht der Speere wirkte, hat wahre Höflichkeit immer noch die Kraft, selbst die verhärteten Situationen zu transformieren. 

Und so sollten wir nicht fragen, wo die Gentlemen sind, sondern wo wir sie sehen wollen. Jeder Moment birgt eine unendliche Anzahl von Möglichkeiten. Sie sind die Alternativen, die Optionen, die uns das Leben anbietet, und es liegt in unserer Hand, welche davon wir ergreifen oder schaffen.

​Der Weg entsteht durch Entscheidungen. Ohne die Fähigkeit zu wählen, gäbe es nur den vorbestimmten Pfad. Doch die moderne Welt präsentiert uns oft eine überwältigende Fülle an Optionen. Das kann einerseits beflügeln, andererseits aber auch lähmen – das sogenannte „Möglichkeiten-Meer“ kann zur Überforderung führen. Die Kunst liegt darin, nicht im Überangebot unterzugehen, sondern sich bewusst für jene zu entscheiden, die mit den eigenen Werten und Zielen in Einklang stehen.


All die schönen Impulse

 

Das Leben zeigt sich selten so berechenbar, wie wir es uns wünschen. Wäre es anders, gäbe es weder Überraschungen noch jene kleinen Zufälle, die uns manchmal aus der Bahn werfen und manchmal genau dorthin führen, wo wir hingehören. Vor einigen Tagen stieß ich auf einen Bericht über ein Kloster in Deutschland — einen Ort, an dem man ohne Handy, ohne Internet, in Stille und Verschwiegenheit zur Ruhe kommen kann. Die Gäste schwärmten von ihrem Aufenthalt, als hätten sie für einen Moment ein Paralleluniversum betreten: eines, in dem der Alltag nicht rast, sondern sich verlangsamt, fast wie ein Atemzug, der endlich zu Ende geführt wird.

 

Interessant ist, wie schnell sich unser Drang nach dem Unbekannten ins Gegenteil verwandelt. Wir suchen das Neue, das Wilde, das Unvorhersehbare — und landen doch immer wieder beim Bekannten, beim Vertrauten, beim Einfachen. Was hat sich verändert? Natürlich passen wir uns ständig an die Welt an, die sich schneller dreht, als wir manchmal folgen können. Aber vielleicht steckt noch etwas anderes dahinter: ein leiser Wunsch nach einem Leben, das nicht ständig nach mehr verlangt.

 

Denn oft sind es nicht wir selbst, die nach dem „Mehr“ rufen, sondern die künstlich erzeugten Impulse, die uns in Bewegung halten sollen. Als gäbe es eine unsichtbare Liste, die uns zuflüstert, wir bräuchten ein neues Handy, ein weiteres Paar Schuhe, ein frisches Hemd. Doch am Ende haben wir nur einen Körper, zwei Füße, und der Rausch des Kaufens verfliegt schneller, als wir die Verpackung entsorgen können. Dann bleibt die Frage zurück: Was fehlt wirklich — und warum glauben wir, dass uns etwas fehlt?

 

Die Gäste des Klosters hatten die Gelegenheit, ihre Werte zu sortieren, während sie offline waren. Aber haben wir diese Gelegenheit auch? Heute gibt es unzählige Apps, die Werbung blockieren oder Social Media zeitweise aussperren. Vor sechs Monaten habe ich selbst eine solche App installiert. Seitdem begrenzt sie meine Social-Media-Zeit auf 1,5 Stunden täglich — ein kleiner Eingriff, der erstaunlich viel Raum schafft. Man muss ja nicht auf die Vorteile der modernen Welt verzichten, um ihr gelegentlich zu entkommen.

 

Während ich diese Zeilen schreibe, liege ich neben dem Innenpool eines Vier-Sterne-Hotels. Wir sind zu zweit. Keine unnötigen Impulse, keine Reizüberflutung. Nur das blaue Wasser, das leise glitzert, und die Sonnenstrahlen des letzten Sommertags, die durch die Fenster fallen. Ein Moment, der zeigt, dass es manchmal gar nicht viel braucht, um wieder bei sich anzukommen.

Vielleicht treiben uns tatsächlich die künstlich erweckten Impulse zur Konsumation. Als ob es eine nicht endende Liste gäbe, die uns drängt, ein neues Handy oder ein weiteres Paar Schuhe oder Hemden zu kaufen. Am Ende haben wir aber nur einen Körper, können nur ein Paar Schuhe tragen. Außerdem ist auch der Rausch des Kaufes wahrlich schnell erloschen. Die Frage kommt ganz alleine: Was fehlt und wieso denken wir wirklich, dass uns etwas fehlt? Die Gäste des Klosters, die sich einem digitalen Detox unterzogen hatten, hatten die Möglichkeit, ihre Werte zu überdenken. Aber haben wir es auch? Mittlerweile gibt es zahllose Apps, die Werbung und die Social-Media-Nutzung auf Android- und iOS-Geräten auf bestimmte Zeit oder zur Gänze blockieren. Ich machte den Test vor 6 Monaten und seitdem schränkt diese APP meine Social-Media-Präsenz auf 1,5 Stunden am Tag ein. Man sollte tatsächlich nicht auf die Vorteile der heutigen Zeit verzichten.

Während ich schreibe, liegen wir neben dem schönen Innenpool des 4-Sterne-Hotels.

Wir sind zu zweit, keine unnötigen Impulse, nur das blaue Wasser und die Sonnenstrahlen des letzten Sommertags.


Insulaner

 

Als wir durch das ungarische Flachland durchfuhren, erinnerte ich mich wieder an die kleinen Freunde, die ich zuletzt vor 28 Jahren gesehen habe. Sie waren zu acht, der älteste 14 und die jüngste 4 Jahre alt, fünf Jungs und drei Mädchen. Ihre Gesichter strahlten vor Freunden noch verschont von dem rauen Leben, das sie auch einholen sollten.

Meine Patentante hatte ein Grundstück im Tiefland und der Vater der Kinder passte auf dieses Grundstück auf. Vertrieb die Tiere und auch leider immer häufiger auch die Diebe, die hier Melonen stehlen wollten. Einige waren dreist, aber die Mehrzahl eher verzweifelt. Immer wieder wurden auch Kinder unter 5 Jahren beim Klauen erwischt.

Ich geriet als Gast in diesen Mikrokosmos. Dann sah ich sie zum ersten Mal: Sie lächelte mir mit ihren großen schwarzen Augen, nahm meine Hand und wir gingen spielen. Sie führte mich zu ihren Geschwistern. Das kleine Haus, in dem Sie wohnten, befand sich inmitten einer Kreuzung und war kaum 50 Meter vom Grundstück entfernt. Sie bat mich, draußen zu warten und ging rein, vor der Tür war ein gelber und befleckter Vorhang zu sehen. Die Ecken und Seiten hatten schon dunkelbraune und schwarze Töne. Nach kurzer Zeit kamen Sie und alle anderen raus und freuten sich, jemanden neuen zu sehen. In meiner kleinen Tasche hatte ich Schokolade und Karamell und Cola in Übermaß, also bat ich sofort, es aufzuteilen. Mit dieser für mich natürlichen Geste wurde ich als guter Freund angenommen. Die älteste Schwester setzte mich auf einen Stuhl und fragte mich aus. Klein, aber wortgewandt und lustig brach ich das Eis schnell, und aus der Befragung wurde ein Dialog. Sie war nicht besonders schön, aber hatte eine hübsche Figur und ein trauriges Lächeln. Ihr Freund holte sie auch weniger später ab, sie schlief öfter bei ihm, der in einem großen Haus am Ende der Stadt wohnte. Einmal streiten sich die beiden laut und er fuhr weg - danach habe ich ihn nicht mehr gesehen. Als ich sie trösten wollte, umarmte sie mich und sagte, ich werde alles später erst als Erwachsener verstehen. Sie hatte recht.

Meine neuen kleinen Freunde zeigten mir ihre Spielinsel - diese befand sich neben dem Teich hinter dem Haus-eine kleine grüne Fläche unter einem großen Maulbeerbaum. Hier sagte man mir, es gibt nur Spiel und Spaß. Man darf hier nicht über Sachen sprechen, die nicht lustig sind, man darf auch nicht der anderen Angst machen. Auf diesem Fleck soll laut meinen Freunden man alles tun, was einem Spaß macht, ohne dass jemand dabei sich unwohl fühlen sollte. Wir tanzten und sangen viel. Die Flucht aus dem Alltag konnte nicht schöner sein. Eines Abends blieb ich zum Abendessen. Man gab mir einen Teller und einen Löffel, es gab Spiegeleier und Spinatsoße. Kinder bekamen zwei, die Eltern vier Eier und als Gast bekam ich drei Eier. Einfach und ohne Worte verlief das Abendessen. Also genau das Gegenteil, wie es bei uns üblich war.

Wochen vergangen und somit kam es auch zu meinem letzten Tag im Kreis meiner Freunde. Traurig verabschiedeten wir uns, baten mich auch das nächste Jahr zu kommen. Die älteste Schwester ging verärgert ins Haus und sperrte die Tür zu. Mein Patenonkel holte mich mit dem Auto ab, noch ein letztes Mal schaute ich auf das kleine Haus, die schmutzigen Kinder und wir fuhren weg. Am Bahnhof kam sie, die große Schwester, um sich zu verabschieden.

  • Ich weiß, dass ich nicht mehr sehen werde, das spüre ich. Aber ich will mich doch verabschieden - mit Tränen im Auge verabschiedete sie sich und ging weg.

Ich schaute noch lange nach, wusste damals nicht, warum für sie der Abschied trauriger war als für die anderen.

Kaum 20 Jahre später, an einem regnerischen Sonntag, verbrachte ich meinen Nachmittag im Café des Kunsthistorischen Museums. Gegenüber saß eine Frau und schaute immer wieder in meine Richtung. Sollte sie öfter als dreimal zu mir blicken, gehe ich zu ihr - nahm ich mir vor.  Zu meiner Überraschung stand sie auf um kam auf mich zu.

  • Ich habe mir oft vorgestellt, wie es sein wird, dich wiederzusehen, deine Augen sind die gleichen. Und weißt du noch, wer ich bin?
  • Es tut mir leid - sagte ich – plötzlich lief ein kleines Mädchen zu ihr. Diese sah genauso aus wie sie damals. Verblüfft und lächelnd erkannte ich sie wieder.

Sie erzählte mir, was aus allen wurde, sie verlor zwei Brüder in einem Autounfall, eine Schwester lebt in Schweden, die anderen leben in Budapest, keiner mehr am Flachland. Sie selbst ist geschieden und reist durch Europa mit ihrer Tochter.

 Unserem Haus gibt es nicht mehr …. Die Spielinsel lebt nur in unseren Köpfen weiter. Sie nahm meine Hand und fragte: und du? Was hast du letzten Jahre gemacht?

Beim Abschied tauschten wir keine Rufnummern oder Erreichbarkeit. Wir hoffen auf ein weiteres Treffen, manchmal ist vielleicht genau ausreichend.


In Conquiro

 

Seit wann hören wir nicht mehr auf unsere Instinkte und überlassen Suchmaschinen die wichtigen Entscheidungen? Selbstverständlich suche ich nicht nach einem präzisen Datum.  Eher nach der Erläuterung, weshalb wir die Kontrolle so rasch aus der Hand gaben?

Eine Sache ist sicher: Auf nahezu alles existiert eine Antwort … dafür muss man nicht einmal mit anderen sprechen. Kein Kontakt mehr, obwohl wir körperlich und seelisch aufeinander angewiesen sind. Täglich sehen wir in Handys vertiefte Blicke, als ob jeder nach etwas auf der Suche wäre. Unsere Vorfahren waren Jäger und Sammler, und wir sind zu Jäger von Impulsen geworden. Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass die sozialen Medien für alles außer den sozialen Kontakten gut sind.

 

Das Übermaß an unnötigen Informationen lässt uns nicht ausruhen, Beziehungen werden unnötig komplizierter. Die künstliche Intelligenz (KI) schleicht sich heimlich in unser Leben ein und bietet sich als stiller Begleiter an: korrigiert, was wir schreiben, schlägt Themen vor und versucht immer mehr ein Teil von unserem Alltag zu werden. Zum Glück kann man es abschalten, bevor es völlig die Funktion eines ungewollten Beraters einnimmt. Eine Stimme, die man fragen kann, wenn man allein ist … Oder sogar folgen, wenn man daran glaubt, was es einem verspricht. Ich glaube und bin damit einer von vielen, die sich strikt gegen die Digitalisierung unseres Lebens aussprechen – dass wir KI nur als Tool nutzen und als ausschließlich solche wahrnehmen sollen.

Wann wird es eine Wende geben und was brauchen wir dafür, dass wir es erkennen und die ständige Suche abbrechen? Carl Gustav Jung sagte: Wer nach Außen schaut, träumt. Er erwacht nach innen, schaut erwacht. Was bringt aber das Erwachen mit sich in einer Welt voller Träumer? Vielleicht wird nichts bringen, aber ist es nicht genau das, was man wirklich will? Einfach nur alles so sehen wie es ist – einfach alles bloß so rein wie es auch immer wahr – aber ohne Bedeutung ohne das schmücken. Der lebendige Reinstoff … und vielleicht suchen wir am Ende des Tages alle das gleiche – ob mit Suchmaschinen, Gesprächen oder mit Beobachten auf vielen Wegen und jeder so wie er will und mag.


Paola's Negroni

 

Das laute Unwetter weckte mich. Ich schaute auf meine Uhr, es war 3:00 Uhr. Zu früh für fast alles, wenn man allein ist. Also zog ich mich an und ging in die Lobby, nahm meine Zigarren mit und setzte mich neben den Kamin, der in der alten Villa einen zentralen Platz hatte. Am Abend wurde ordentlich eingeheizt, so drehte ich meinen Ledersessel näher. Es dauerte nicht lange, bis jemand hinter mir stand.

-Scusi, la sedia è libera? Sie zeigte auf den Sessel neben meinen.– Ob der frei ist? – Sì, Signora, sagte ich. Sie lächelte und setzte sich hin. Kurze Zeit später sagte sie: - Non ti è permesso fumareJa, es ist 3 Uhr in der Früh und in der Lobby darf man rauchen – antwortete ich ihr. Wir waren still, sie begann, Englisch mit mir zu reden. Es tut mir leid, kein guter Start, normalerweise bin ich nicht so. Woher kommen Sie?

„Aus Österreich“, antwortete ich. „Schauen Sie, ich habe keine Lust, mitten in der Nacht zu reden.“

Warum denn? – fragte sie mich. Wissen Sie, ich bin seit gestern hier – fing sie an. Ich bin geflüchtet von meiner Hochzeit mit einem Mann, den ich nicht liebe. Meine ganze Familie will, dass wir heiraten, da er reich ist. Leider ist er auch seit Kurzem Chef meines Bruders. Er bekam eine wichtige Rolle in meiner Familie, sodass ich gefühlt keine andere Wahl habe, als sein Angebot anzunehmen. Aber ich liebe diesen Menschen nicht, ich mag seine Art und sein Aussehen nicht.

Sie sind der Erste, dem ich es sage, und ich musste es loswerden. Sie lehnte sich zurück in ihren Sessel und schaute auf mich.

Sind auch auf der Flucht, oder? – Ich tat so, als ob ich die Frage nicht gehört hätte. Ich habe noch keinen Mann kennengelernt, der nicht mit mir reden wollte.

Vielleicht hat es auch etwas mit ihrer jetzigen Situation zu tun – antwortete ich ihr. Was sie tun, ist ihre Sache und meine ist meine. Wenn Sie hier sitzen bleiben möchten, gerne, aber ich habe Ihnen einen Platz angeboten, nicht meine Gesellschaft.

Sie wurde still und wir sahen beide ins noch langsam lodernde Feuer. Kurz vor 4 Uhr schlief sie ein. Kurzer Zeit später schlief ich auch ein. In der Früh wurde ich geweckt. Meine vorlaute Nachbarin war nicht mehr bei mir. Es regnete nicht mehr, und der Kaffeeduft fühlte den Raum. Ich setzte mich zum Tisch und bestellte mir eine Rührei. Nach dem Essen ging ich zum Portier und fragte nach, oder er die Frau auch gesehen hatte. Sie hatte lange blonde Haare und Sommersprossen im Gesicht, sagte ich. Haben sie ihr etwas erzählt? Oder haben sie ihr etwas gesagt? – schaute der alte Portier ängstlich auf.

Nicht viel, aber wieso denn? – sie sah nicht gefährlich aus … lächelte ich. Er schüttelte seinen Kopf.

Spirito maligno! Es war kein Mensch, den sie gestern besucht hatte. Sie heißt Paola, immer wieder erscheint sie unseren Gästen und erzählt ihre Gesichter. Sie lädt junge Männer auch zum Baden ein, diese kommen dann nicht mehr zurück … wenn sie den Namen ihrer Frau oder Freundin sagen, dann greift sie diese Person an … Sie recht sich an die jeden, weil sie so unglücklich in ihrer Heirat war. Sie hat ihren alten man umgebracht, das ist schon, aber viele Hundert Jahre her. Halten sie sich von ihr fern!  Er drückte mir kräftig die Hand und ging weiter.

Jede andere Erklärung hätte mehr Sinn für mich gemacht. Natürlich nahm ich es nicht ernst.

Ich ging raus und machte einen Spaziergang im Dorf. Die kleinen engen Gassen und alten Gebäude sahen vor 200 Jahren genauso aus wie heute. Das Wetter wurde sehr warm und so beschloss ich in eine Taverne zu gehen und etwas zu trinken.

Plötzlich hörte ich eine bekannte Stimme. Obwohl ich nicht ganz verstand, was sie sagte, begann sie zu lächeln und küsste mich, als sie mich sah.

Sie mal wieder …. Also doch kein Geist. Sie schaute tief in meine Augen und bat mich, Platz zu nehmen. Paola gab es also tatsächlich vor 300 Jahren. Den Geist gab es nie, aber die Idee brachte einiges an Summen ein. Raffaela – denn so hieß sie wirklich – verzauberte einige Gäste in der Sommersaison. Die Idee, einfach aber wirkungsvoll, erschien, der Portier klärte am nächsten Tag den Gast auf, was geschehen ist; diesen Fluch konnte man dann entgeltlich loswerden.  

Je nachdem, wie viel man dem Geist erzählt hatte, musste man zahlen. Sie stellte mich auch der weißen Hexe vor. Später saßen wir im Garten und tranken wir Rotwein und Negronis. Erst am Abend machte ich mich auf den Weg ins Hotel.

In dieser Nacht schlief ich tief.  Am nächsten Tag packte ich meine Tasche und machte mich auf den Weg nach Verona. Nach dem Check-out wollte ich mich von altem Portier verabschieden. Ich traf ihn nicht, somit schrieb ich Raffaela eine Nachricht. Sie sendete ein Bild zurück, auf dem sie, die Hexe und der junge Mann, zu sehen waren. Wer ist der Junge, den ich noch nie gesehen habe? – schrieb ich ihr. Aber das ist doch der Portier … musstest doch gesehen haben …

Lange Jahre später traf ich Raffaela wieder, sie verbrachte ihren Urlaub in Wien. Wir sprachen über vieles. Eine Frage blieb nur offen: Wer war der alte Mann wirklich? 


Es war einmal …

 

Freundschaften sind etwas Lebendiges und eine wahre Bereicherung des Lebens. Allerdings bleiben die meisten – laut Statistik sind es überwältigende 68 % – im Laufe unseres Lebens auf der Strecke. Die Gründe sind so vielfältig wie die Freundschaften selbst.

Manchmal ist es leicht und es entwickelt sich von allein und endet in Nimmerwiedersehen.  Schmerzhaft enden die tiefen Freundschaften, wo vieles verbindet, aber mitlaufend, die Zeit, die Energie, Liebe und Zuwendung abnimmt. Einfach loslassen und weitergehen.

Klare Verhältnisse schaffen und einfach das, was schön ist, als Erinnerung aufbewahren. Spürbar schwerer sind die menschlichen Kontakte, wobei man nicht weiß, wofür sie damals abgeschlossen wurden. Diese entwickeln sich mit der Zeit zu einer einseitigen Freundschaft, wovon die meisten von uns fliehen möchten. Hierbei zieht einer den Schlussstrich und idealerweise folgt ein Gespräch zur Klärung und zum Abschluss. Sei es aber nicht, so, sprechen wir von dem hinterhältigen und manipulativen Ende: dem Ghosting.

Unter Ghosting verstehen wir den abrupten, vollständigen Abbruch des Kontaktes in einer sozialen Beziehung durch eine Partei, und zwar ohne Vorwarnung oder Erklärung dafür. Was bleibt, sind nur offene Fragen. Eine enorme Menge an Egoismus und noch große Dummheit zeichnen den aus, der oder die seine/ihre Beziehungen so beendet.

Wie auch jedem anderen, der mit offenem Herzen und offenen Augen in die Welt geht, bescherte mir das Leben auch diese Erlebnisse. Schön ist: Es hört auf – die Lektion bleibt.

Einige schreiben Abschiedsbriefe und verarbeiten dadurch diese Erfahrung, manche tragen es in Konflikten aus. Jeder findet seinen Weg raus aus der Kette dieser manipulativen Lügen und findet doch Freunde, um mehr zu leben und zu erfahren, wie wunderbar vielfältig das Leben jeden Tag sein kann.

 


Unterwegs

 

Voller Erwartungen und mit Tatendrang wollte ich allen zeigen, was ich kann. Mein neuer Chef stellte mich für 6 Monate ein, um mich von meinem Talent zu überzeugen. Als junger Vater und gerüstet mit der erdrückenden Liebe einer eifersüchtigen Frau stand ich da. Mein erster Tag als Journalist. Meine neuen Kollegen waren hilfsbereit und nahmen mich langsam auf. Man lernte jeden Tag etwas Neues und aus verschiedenen Gründen war das damals meine Freiheit. Damals wusste ich nicht, dass es noch lange 17 Monate dauern wird, bis ich die Scheidung einreichen werde.

Monatelang ging sie neben mir vorbei. Immer das Gleiche: ein kurzes Lachen und eine Begrüßung. Ich war damals jung, offensichtlich sehr zurückhaltend und erkannte die gesendeten Zeichen der Sympathie nicht. Und da war sie mal in einem blauen Kleid, dann in engen Jeans, später mit einem kirschroten Schal um den Hals. Man hörte ihre lauten Schritte schon von Weitem. Von der netten, aufdringlichen Kollegin wurde sie zum wahren Störfaktor. So gingen die Wochen und Monate hin – ihr Lachen wurde müder und später nickten wir einander wie alte Kumpels einfach nur zu.

An einem regnerischen Freitag saß ich nach dem Dienst noch im Büro. Je später ich nach Hause fuhr, desto besser, zumindest ruhiger für mich. Plötzlich spürte ich etwas Warmes in meinem Nacken. Ich schüttelte meinen Kopf. Als ich nach hinten griff, merkte ich, es war Kaffee.

Sie stand neben mir und entschuldigte sich, nahm ein Tuch und fing an, mich zu säubern. Ob es absichtlich geschah oder zufällig, war für mich nicht von Belang. Ich stellte Ihnen unmittelbar die Frage: „Muss das sein?“ Weshalb schaffst du es nicht, aufmerksam zu sein? Hast du Ahnung, wie schwierig Kaffee aus Sakko und Hemd sich entfernen lässt? Ihre braunen Augen füllten sich mit dicken Tränen.  Sie entschuldigte sich und ging weg. Ich folgte ihr. Draußen im Park hielt ich sie an.

Ist alles in Ordnung? – fragte ich sie. Diese Frage löste eine wahre Flut an Informationen aus, auf die ich nicht vorbereitet war. 

Nach langen Minuten des Schweigens wurde ich zur vertrauten Person, und ehe ich mich versah, stand eine Einladung zum Kaffee im Raum. Ich lehnte höflich ab – zwar liebte ich meine damalige Frau nicht mehr – sie zu betrügen, ist unfair.

Sie bat um meine Freundschaft und ein offenes Ohr – im Gegenzug kann ich ihr auch über mich erzählen. In dieser Phase meines Lebens war das eine gute Option, also nahm ich an.

Sonntag, 11:00 Uhr, da saßen wir im Café Konvolut. Sie lächelt und erzählt von sich. Ich sitze und trinke meinen schwarzen Kaffee. Dann fragt sie mich und ich erzähle über die 5–6 Stunden, die ich schlafen kann, über meine 80 SMS am Tag, die mich bewachen …

Sie schaute mich ernst an, dann schüttelte sie ihren Kopf. Du musst da weg – sagte sie am Ende.

Du auch – sagte ich, und dann lächelten wir beide. Wir waren beide gefangen in einem Privatleben voller Falschentscheidungen. Ändern kann man nur das, was man erkennt. Heute weiß ich, dass diese Monate uns beiden tatsächlich über schwere Zeiten weitergeholfen haben. Die Gespräche bahnten neue Lebenswege an, unsere kurzlebige Freundschaft endete genauso schnell, wie sie auch begann – mit unserer Freiheit. 

So gingen wir neue getrennte Wege und sahen einander nicht mehr, weil wir wussten, wir haben bereits einander alles gegeben.


Dress to impress…again.

Play → reinhören.

Hype um das große und doch alte? Vor 3 Jahren traf ich einen alten Freund, der mir mit Freude das Phänomen Old Money erzählte. Der Begriff war nicht neu für mich, vererbtes Vermögen – sagte ich ihm – den gibt es schon seit Langem.

Darauf zeigte er mir Videos von jungen Männern und Frauen, die entweder in Opas altem Cardigan traurig in die Ferne schauten oder die Omas Hüte aus längst vergessenen Zeiten wieder mit Leben auffüllten. Alles, was mit Recycling zu tun hat, ist langfristig gut für die Gesellschaft. Preloved und Preowned sind die Kategorien, die mittlerweile die meisten namhaften Marken in ihren Online-Shops führen. Hier findet man alles, wenn man das Lebensgefühl der alten Zeiten, den Planeten retten oder einfach etwas Günstiges kaufen möchte. Mir gefiel die Idee schon damals. Vielleicht bewegt es doch diese jungen Menschen, ein wenig mehr auf ihr Umfeld zu schauen. Können die handgefertigten Kleidungsstücke doch ein wertvoller Begleiter werden? Erkennt man auch wohl die Werte: Handarbeit, das Wissen, die verwendete Zeit, was darin steckt?  Die Möglichkeit besteht dafür, und die kommende Zeit wird es uns zeigen. Wir saßen am Café Cortes in der Nähe vom Naschmarkt. Es war ein Frühlingstag und langsam wurde es wärmer.                                       

Eine blonde Frau mit lockigen Haaren setzte sich neben den Tisch und bestellte sich einen Tee. Wir waren verblüfft, sie sah aus wie ein Pin-up-Girl auf der Durchreise. Die Kleidung bis ins kleinste Detail überlegt, wie auch die Haare und ihr Make-up. Dieser prompte modische Impuls zeigte uns wieder, wie Ideen schön verwirklicht werden.


Wir haben doch Zeit … oder ? 

 

Jeder hat es und verwendet es verschieden und denkt immer, dass es zu schnell verbraucht wird. Richtig erraten, (!) es geht um die Vergänglichste in unserem Leben, um die ZEIT. Sie ist allgegenwärtig und unaufhaltbar und wird es auch immer bleiben. 

Während ich jetzt schreibe, laufen neben mir fleißige Kellner auf und ab im Kaffeehaus. Wie im Bienenstock hört man das beständige Summen der Gäste; man hört Gespräche in fremden Sprachen, sieht Emotionen, riecht Gerüche. Das ist das Hier und Jetzt. Hier sind wir am glücklichsten, hier können wir die meisten Dinge tun und sollten – so führende Studien – auch bleiben oder ankommen und verweilen.

Dennoch machen wir uns – wie auch andere – für uns das Leben schwerer, indem wir entweder in die ferne Zukunft schauen – in Hoffnung auf alles, was noch kommen wird – oder den Schritt zurück in die Vergangenheit riskieren, mit Blick auf das Unveränderliche. Da klingt schon die Gegenwart viel besser.

Meinen Blog widme ich meinen wahren und fiktiven Reisen, die nicht nur in fremde Länder, sondern auch hinter die Kulissen des Alltags jeden führen werden, allen, die ihn lesen werden.